Che - Guerrilla
Mit dem Film Che Guerilla kommt nun der zweite Teil von dem ambitionierten Che Projekt von Regisseur Steven Soderbergh in die Kinos. Bereits mit Che – Revolucion bewies Soderbergh sein Gespür und sein Talent für eine authentische Umsetzung des gut 2 Jahre andauernden Guerilla Krieges. Während der Zuschauer im ersten Teil des Che Projektes von Anfang an gespürt hat, dass die Zeichen von Anfang an Sieg standen, weht im 2ten Teil der Biographie ein komplett anderer Wind. 10 Jahre nach der kubanischen Revolution versucht Che Guevara die Verhältnisse in Bolivien umzustürzen, doch schnell wird klar: Was in Kuba geglückt ist, wird sich in Bolivien nicht noch einmal wiederholen lassen. Da das Scheitern dem Zuschauer von Anfang an klar ist, entsteht eine hohe emotionale Dichte zum Film, doch trotzallem geht das spannende Experiment mit der Che Guevara Biographie wie auch im ersten Teil nicht ganz auf.
Früherbst 1965: Che Guevara teilt Castro in einem Brief mit, dass die Revolution ihn nicht mehr benötigt und er den bewaffneten Freiheitskampf fortan in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern fortsetzen will. Che reist in Bolivien unter falschen Namen ein, um dort eine insgesamt 11 Monate dauernde Kampagne nach Kubanischem Vorbild aufzubauen. Am 9. Oktober 1967 endet dieser Versuch schließlich mit der Erschießung Che Guevaras.
Die Che Filme von Steven Soderbergh sind wie 2 Seiten einer Medaille konzipiert, die beide von einem beispielhaften Guerilla Kampf erzählen. Hervorzuheben ist in Che Guerilla der stark in den Mittelpunkt gestellte Che Guevara, der von Benicio Del Toro gespielt wird. Del Toro zeigt Che als einen Mann am Ende seiner Kräfte, der seinen Plan trotzdem konsequent umsetzen will und nicht aufgeben will.
Kinostart: 23.07.2009
FSK:
Schauspieler: Benicio Del Toro, Benjamin Bratt, Franka Potente
Regisseur: Steven Soderbergh
Drehbuch: Peter Buchman, Benjamin A. van der Veen
Laufzeit: 131 Minuten





